Die 10 besten Marinas in Senegal
Senegal liegt an einer Ecke des afrikanischen Kontinents, die jeder Atlantik-Kreissegler früher oder später passiert: Cap Vert, der westlichste Punkt des Festlands, liegt vor Dakar, einer Millionenstadt, die die traditionelle Wendemarkierung für die ARC-Flotte auf dem Rückweg nach Norden bildet. Doch Senegal ist weit mehr als ein Tankstop. Das Saloum-Delta — ein UNESCO-Biosphärenreservat aus Mangrovenkanälen nördlich des Gambia — und der Casamance-Fluss im Süden gehören zu den reizvollsten Flusssegelrevieren der Welt.
Port de la Plaisance — Dakar
Der Port de la Plaisance de Dakar innerhalb des großen Handelshafens ist die Hauptanlegestelle für Gastjachten. Rund 120 Liegeplätze an Schwimmpontons bieten Landstrom, Wasser, Diesel und Sicherheitsdienst. Geschützt hinter dem Wellenbrecher des Hafens ist der Ankerplatz vor dem Nordostpassat gesichert. Das Sandaga-Markt liegt fußläufig und versorgt Crews mit allem Notwendigen.
Cercle de Voile de Dakar — Anse Bernard
Der 1921 gegründete Cercle de Voile de Dakar an der Anse Bernard ist einer der ältesten Yachtclubs Westafrikas. Der Steg bietet begrenzte Liegeplätze und Gastbojen in 3–5 m Tiefe. Das ganzjährige Regattaprogramm und das gesellige Vereinsleben machen ihn zu einem lohnenswerten Stopover. Die Corniche des Almadies mit dem Cap-Manuel-Leuchtturm lässt sich abends wunderschön entlanggehen.
Marina de Saly
Saly, 80 km südlich von Dakar an der Petite Côte, hat Senegals am besten ausgebaute Küstenresortinfrastruktur. Die Marina nimmt Jachten bis 15 m auf. Kraftstoff, Wasser und Grundausstattung an Yachtzubehör sind vorhanden. Saly eignet sich als Stützpunkt für Crews, die die Küste zwischen Dakar und dem Saloum-Delta erkunden möchten.
Foundiougne — Tor zum Saloum-Delta
Foundiougne, eine Kleinstadt am Südufer des Saloum-Flusses etwa 150 km von Dakar entfernt, ist der wichtigste Eintrittspunkt ins Saloum-Delta. Der Stadtkai in 2–4 m Tiefe nimmt Gastjachten auf. Das Delta umfasst über 200 flache Inseln; die Mangrovenkanäle zwischen Dörfern wie Ndangane Badoudou, Djirnda, Fambine, Ndindé und Dionewar lassen sich perfekt mit dem Beiboot erkunden.
Niodior und Dionewar — Sine-Saloum-Inseln
Niodior und Dionewar liegen im Herzen des Sine-Saloum-Biosphärenreservats, erreichbar durch das Mangrovenlabyrinth südwestlich von Foundiougne. Ankern in den tieferen Kanälen (2,5–4 m bei Mittelwasser). Die Inselbevölkerung lebt von Fischerei und Salzgewinnung; Holzpiroge beladen mit Trockenfisch auf dem Weg nach Dakar sind ein alltägliches Bild. In der Nähe liegen das entlegene Fischercamp Mar Fafako und die Vogelkolonien von Fayako.
Ndangane und Missira — Deltafluss-Dörfer
Ndangane Touti und Ndangane Badoudou liegen beiderseits des Diomboss-Kanals und dienen als Ausgangspunkte für tiefere Deltatouren. Eine einfache Pension in Ndangane Touti bietet Mahlzeiten und Grundproviant. Missira am Diomboss hat eine kleine Fischanlegestelle, an der lokale Boote den Thiof (weißen Zackenbarsch), den Premiumfisch des Saloum, anlanden. Bétenti und Sandikoli runden die Delta-Ankerplatzkonstellation ab.
Kaolack — Fluss-Binnenstopp
Kaolack, 100 km auf dem Saloum-Fluss landeinwärts, ist die größte per Segelboot erreichbare Binnenstadt Senegals. Bei Hochwasser führt der Fluss bis Kaolack 2–3 m Tiefe, sodass flachgehende Jachten den Weg schaffen. Kaolacks riesige Erdnussspeicher am Ufer sind ein eindrucksvolles Bild; der Stadtmarkt versorgt Crews mit Frischproviant.
Ziguinchor — Hauptstadt am Casamance
Ziguinchor, 70 km flussaufwärts von der Casamance-Mündung, ist der Hauptanlaufpunkt für Segler auf dem Casamance-Fluss. Der Stadtkai in 3–5 m Tiefe nimmt Gastjachten auf; die örtliche Gendarmerie stellt die erforderliche Flussnavigationsgenehmigung aus. Die Fahrt von der Atlantikmündung herauf, vorbei an Dörfern wie Vélingara und Baout, gehört zu den eindrucksvollsten in Westafrika.
Île de Carabane — Casamance-Mündung
Île de Carabane am Eingang des Casamance-Flusses war einst ein bedeutendes französisches Handelszentrum und atmet noch heute Kolonialflair. Einige Pensionen nehmen Segler auf; die Dorfkirche aus der Kolonialzeit und der Strand sind atmosphärische Stopover-Ziele. Ankern vor dem Dorf in 3–4 m ruhigem Flusswasser ist problemlos.
Kayar — Nördlicher Fischereihafen
Kayar an der offenen Atlantikküste nördlich von Dakar ist kein formeller Yachthafen, verdient aber Erwähnung als einer der beeindruckendsten Fischereistandorte Westafrikas. Täglich werden mehrere hundert 15–20 m lange Holzpiroge durch die Brandung gestartet und zurückgeholt. Segler, die an der Petite Côte entlang segeln, erleben morgens dieses Schauspiel und bekommen einen seltenen Einblick in traditionelle westafrikanische Seefahrt im großen Maßstab.
Auf der Karte
Senegals Segelgewässer erstrecken sich von Dakars atlantischen Hafen über die Petite Côte in das verzweigte Saloum-Delta mit Inseln wie Niodior, Fambine und Djirnda bis zum Casamance-Fluss. Die interaktive Karte verzeichnet jeden Ankerplatz, jeden Flusskai und jeden Passagepunkt. Zoomen Sie auf Senegal auf der Karte für die Planung Ihrer Route von Dakar zum Saloum-Delta und die Tidenplanung für die Casamance-Barre.