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Die 10 besten Marinas der Bahamas

Die Bahamas sind weniger ein Land als ein Archipel aus Absichten: rund 700 Inseln und über 2.400 kleinere Cays, verstreut über 800 Kilometer westlichen Atlantik, gesäumt von Bänken, die so flach und so klar sind, dass das Türkis vom Weltraum aus zu sehen ist. Für Segler ist das ein Revier von außergewöhnlicher Spannweite — man quert den Golfstrom von Florida aus an einem Tag und arbeitet sich dann einen ganzen Winter lang südwärts durch die Abacos, die Berry Islands und die Exumas, ohne je eine Sandbank aus den Augen zu verlieren. Die Marinas reichen vom polierten Megayacht-Becken mit Casino bis zum einsamen Tanksteg mit einer Gefriertruhe voller Conch. Diese zehn sind die, um die Crews wirklich ihre Etappen planen.

Nassau und die Megayacht-Häfen

Nassau Harbour auf New Providence ist die belebteste Einreisestelle des Landes, geschützt hinter Paradise Island und gesäumt von Vollservice-Marinas, die die größten schwimmenden Yachten aufnehmen. Hier bunkern und proviantieren transatlantische Superyachten, hier klären Zoll und Einwanderung am schnellsten, hier sind Ausrüster und Ingenieure am tiefsten aufgestellt. Bei starkem Norder kann der Hafen schwellig werden, und der Kreuzfahrtverkehr ist unerbittlich — doch für Kranen, Reparaturen und einen echten Großeinkauf vor dem Auslaufen in die Inselwelt kommt im Archipel nichts an ihn heran. Die meisten Boote behandeln ihn als Boxenstopp, nicht als Ziel.

Grand Bahama: das nördliche Tor

Auf Grand Bahama, der Florida nächstgelegenen großen Insel, fassen zwei Häfen die Szene ein. Der Grand Bahama Yacht Club am Bell Channel liegt neben der alten Lucaya-Resortmeile, ein tiefes, gut betonntes Becken, das seit langem das Flaggschiff der Insel ist, während die benachbarte Bell Channel Club & Marina einen ruhigeren, wohnlicheren Liegeplatz am selben geschützten Kanal bietet. Zusammen machen sie Freeport-Lucaya zum natürlichen ersten Anlandepunkt für Boote, die von den Carolinas herunterlaufen — mit Riffen, Blue Holes und den Kiefernwäldern des Lucayan-Nationalparks gleich um die Ecke.

Bradford Marine: die Werft

Ebenfalls auf Grand Bahama ist Bradford Marine das Schwergewicht unter den Reparaturbetrieben des Archipels — eine vollwertige Werft mit großem Travellift, Lackierhallen und der Kapazität, ernsthafte Tonnage aus dem Wasser zu heben. Crews, die in eine Karibiksaison aufbrechen, legen hier oft eine Unterwasserschiff-Überholung oder Riggarbeit ein, bevor sie sich auf die langen Schläge nach Süden festlegen — denn ist man erst tief in den Exumas, liegt die nächste fähige Werft Tage entfernt. Dies ist weniger ein Ort zum Verweilen als einer, um das Boot in Ordnung zu bringen.

Marsh Harbour und die Abacos

Die Abacos, die Kette von Cays entlang des nördlichen Archipels, sind das geschützteste Revier des Landes — ein Kranz von Barriere-Inseln, der den ruhigen Sea of Abaco umschließt. Marsh Harbour ist der Knotenpunkt, und die Harbour View Marina liegt mitten an der Wasserfront, in Gehweite von Proviant und Fähren. Ein kurzer Schlag über den Sound bringen die Mangoes Marina in Marsh Harbour und die berühmte Siedlung Hope Town auf Elbow Cay — mit ihrem rot-weiß geringelten Leuchtturm von 1864, einem der letzten von Hand aufgezogenen Petroleumfeuer der Welt — den Abacos ihren Postkartenruf.

Die Berry Islands: Blue Marlin Cove

Zwischen Grand Bahama und Nassau liegen die dünn besiedelten Berry Islands, ein beliebter erster Halt auf dem Weg nach Süden und ein berühmtes Angelrevier am Rand der Tongue of the Ocean, wo die Bank in einer einzigen Bootslänge tausende Meter abfällt. Blue Marlin Cove auf Great Harbour Cay ist hier die Basis der Crews: eine kleine, herzliche Marina hinter einem schützenden Cut, mit Beachclub und kilometerweitem leeren Sand. Es ist die Art Ort, an dem sich der ganze Ankerplatz am zweiten Abend beim Namen kennt.

Die Exumas: Conch Inn und die Kette

Die Exumas sind das Herz des bahamaischen Segelns — eine 200 Kilometer lange Perlenschnur von Cays, die sich südöstlich von Nassau zieht, mit dem Exuma Land and Sea Park im Kern, dem ersten Meeresschutzgebiet seiner Art weltweit. Am Südende ist die Conch Inn & Marina in George Town auf Great Exuma der legendäre Treffpunkt: jedes Frühjahr füllt sich der Ankerplatz vor Stocking Island mit Hunderten Fahrtenbooten zur Family Island Regatta und zu den eigenen Strand-Olympiaden der Crews. Die Marina ist die Versorgungs-Lebensader der ganzen Kette, und der Ankergrund über Elizabeth Harbour gehört zum besten der Inseln.

Spezialbasen: Katamarane und Bonefish-Flats

Die Bahamas tragen auch Marinas, die um ein einziges Vorhaben gebaut sind. Das Xquisite Catamaran Center, eine auf Mehrrümpfer ausgerichtete Basis, spiegelt die Liebe der Inseln zu flachgehenden Kats wider, die über Bänke gleiten, die ein tiefer Kiel meilenweit umschiffen muss. Andernorts bedienen kleine Betriebe wie Knowles Marine und der familiengeführte Point Yacht Club die örtlichen Fischer- und Tagescharterflotten, das arbeitende Rückgrat des Insellebens — die Bonefish-Flats, die Conch-Boote, der Postschiffhandel, der die abgelegenen Inseln noch immer zusammennäht.

Die Bänke lesen: Tide, Cuts und Wetter

Auf den Bahamas zu segeln heißt, das Wasser nach Farbe statt nach Karte zu lesen. Tiefes Blau ist sicher, Grün wird flacher, und das blasse Milchige über einer Sandbank bedeutet, dass man gleich aufsetzt — also plant man Schläge über die Great Bahama Bank für hochstehende Sonne. Die Cuts zwischen den Cays laufen hart mit der Tide, und ein Wind-gegen-Strom-Toben an einem Cut wie in den Exumas kann wirklich gefährlich werden. Die Saison reicht etwa von November bis Mai, nach der Hurrikanzeit und vor der Sommerhitze; im Winter fegen etwa wöchentlich Kaltfronten herunter und drehen den Wind durch Nord, und jede gute Marina hier wird auch danach gewählt, gegen welche Fronten sie schützt.

Proviant, Gebühren und die Realität der Out Islands

Die Reviergebühren sind unkompliziert — eine einzige Cruising Permit deckt das Boot bis zu einem Jahr ab, Angelrechte inklusive —, doch der Proviant ist die eigentliche planerische Herausforderung. Nassau und Marsh Harbour führen alles; ist man erst in den Exumas oder den Berries, kommt der Nachschub mit dem Postschiff, frisches Gemüse trifft nach eigenem Fahrplan ein, und Wasser und Diesel sind so kostbar, dass die Marinas, die sie verkaufen, zu echten Wegpunkten werden. Der Lohn für die Logistik ist eine Einsamkeit, die im Mittelmeer und der eigentlichen Karibik fast verschwunden ist: ein leeres Cay, eine einzige Fußspur und Wasser, das man wie eine Seite liest.

Auf der Karte

Von den Megayacht-Becken Nassaus bis zum Tanksteg mit Conch-Bude an einem Cut der Berry Islands verteilen die Bahamas zehn sehr verschiedene Marinas über 700 Inseln unmöglich klaren Wassers. Öffne die interaktive Karte, um jeden Hafen über den Bänken eingezeichnet zu sehen, und zoome dann auf die Bahamas auf der Karte, um deine eigene Winteretappe südwärts durch die Cays zu zeichnen.